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Biologisches Leben konnte nur durch die einzigartige Fähigkeit zur Selbstreplikation entstehen. Doch erst die immense Speicherkapazität der Nucleinsäuren DNA und RNA führte zur Entstehung von Vielzellern. Alles Leben basiert auf denselben Grundstrukturen,
den Zellen, von denen der Mensch ungefähr 100 Billionen besitzt. Als J. D. Watson und F. H. C. Crick 1953 erstmals die chemische Struktur eines DNA-Moleküls als Doppelhelix entdeckten, zeigten sie gleichzeitig, dass die Länge eines einzelnen entfalteten und gestreckten
DNA-Moleküls etwa 2,7 m beträgt. Wäre der genetische Code ein ungewöhnlich großes Computerprogramm, so würde man sechs Milliarden Bits benötigen, um einen Menschen zu beschreiben. Aufgrund ihres komplexen Codes kann die DNA als eine kybernetische Maschine aufgefasst werden,
die im mikroskopischen Bereich codiert ist. Da der menschliche Körper aus der Codierung der DNA besteht, sind die algorithmische Komplexität der DNA (Genotyp) und des Körpers (Phänotyp) identisch. Der genetische Code und die daraus erwachsenden Strukturen sind deshalb nicht voneinander zu trennen.
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