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Unter Brain Drain wird der Abfluss von Wissenskapital verstanden. Organisationen, die ihre besten Mitarbeiter verlieren, sind personell nicht mehr in der Lage, den technologischen Standard zu halten. Brain Drain entstand in der alten Wirtschaft vor allem durch Massenentlassungen, die mit Kostensenkungsmaßnahmen begründet wurden. In der neuen Wirtschaft ist Brain Drain vor allem durch das projektorientierte Arbeiten und das ständige Wechseln der Arbeitgeber z.B. im Silicon Valley zu einem allgegenwärtigen Problem geworden. Aus Indien und wegen der Innovationsfeindlichkeit auch aus Europa sind im letzten Jahrzehnt eine Vielzahl der besten Informatiker in die USA übergesiedelt. Gemäß einer gemeinsamen Studie von IDC und Datamonitor konnten im Jahr 2000 bereits zwölf Prozent aller 10,4 Millionen Stellen für IT-Spezialisten in Europa nicht besetzt werden. Bis zum Jahr 2003 soll sich die Lage weiter verschlechtern. Von den dann erwarteten 13,1 Millionen offenen Stellen bleiben laut Prognose vermutlich 13 Prozent, was etwa 1,7 Millionen Stellen entspricht, unbesetzt. Deutschland dürfte der Mangel an am härtesten treffen. Dort sollen in den nächsten drei Jahren 400 000 IT-Stellen offen sein, die höchste Nachfrage in Westeuropa
 
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