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Stafford Beers Ansatz des lebensfähigen Systems erlaubt, die spezifischen Merkmale biologischer Systeme für die Steuerung sozialer Organisationen zu nutzen. Beer bildet eine Analogie zwischen dem menschlichen Zentralnervensystem und Unternehmen. Die Strukturen, die ein System lebensfähig, d. h. adaptiv, lernfähig, responsiv und selbstregulierend machen, sind in vielen sozialen Systemen unterentwickelt. Beer unterscheidet in seinem Modell fünf verschiedene Subsysteme.
Laut Beer verkörpert System 5 die treibende Kraft für die Herausbildung von Kreativität, System 4 die Verantwortung für die Entwicklung des Ganzen, System 3 die treibende Kraft für die autonome Entwicklung, System 2 die Verantwortung für die Harmonisierung unterschiedlicher Rhythmen autonomer Komponenten und System 1 die Leitung der detaillierten Organisation sowie die Ausführung der autonomen Komponenten. Team Syntegrity ist ein Management-Werkzeug, das 1991 ebenfalls
von Stafford Beer entwickelt wurde. Es handelt sich um einen nach kybernetischen Grundsätzen strukturierten Prozess zur Entscheidungs- und Konsensfindung, der den Wirkungsgrad im Austausch von Information und in der Integration unterschiedlicher Sichtweisen maximiert. Häufige Anwendungen sind die Integration von Organisationseinheiten (z.B. Post-Merger Integrations), die systematische Erarbeitung von Innovationspotentialen, die Entscheidungsfindung und Willensbildung in
komplexen Fragestellungen (z.B. strategische Fragen), die Herstellung von Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch sowie Konfliktlösungen.
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