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Komplexe Systeme lassen sich nur mit einem integralen Systemdenken lenken, im Rahmen dessen auch die heutigen Sicherheitsphilosophien komplexer Technologien stets einer grundlegenden Risikoanalyse unterzogen werden müssen. Unter den möglichen Katastrophenfällen ist der
Totalausfall der elektrischen Systeme oder der Software der schlimmstmögliche Versagensfall. Tritt eine schwere Störung auf, sind lebenswichtige Funktionen möglicherweise nur noch unter Aufgabe lebenswichtiger Systemteile weiterzuführen. Hierbei kann bereits die geringste
weitere Störung zur völligen Katastrophe führen. Deshalb müssen komplexe Systeme in der Lage sein, beim Ausfall einzelner Komponenten sich selbst zu überprüfen, und gegebenenfalls auf automatische Notsysteme zurückgreifen. Um Fehlerquellen, die weder der Mensch noch eine Maschine ausregeln können, zu minimieren, ist ein effizientes Risk-Management heute überlebennotwendig. Im Gegensatz zu Naturkatastrophen basieren Technik-Katastrophen immer auf selbstverschuldeten Risiken der Designer, d.h. sie repräsentieren Denkkatastrophen.
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