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Virtuelles Prototyping bedeutet, durch iterative Simulationen ein Modell zu generieren, bevor ein physischer Prototyp erstellt wird. Auf diese Weise lassen sich in kürzester Zeit eine Vielzahl von Alternativen durchspielen und Testverfahren durchführen, die in physischen Umgebungen nur sehr aufwendig zu realisieren wären.
Virtual Prototyping erlaubt in komplexen Systemen eine schnelle Modifikation der Strukturen und auch der Prozesse, und so die Anzahl der Design-Wechsel, Konstruktionsfehler und die Nachbesserungszeiten erheblich zu reduzieren. Alle Analysen und Tests können mit einem sogenannten Digital Mockup (DMU) durchgeführt werden, wodurch
die Entwicklungszeiten dramatisch verkürzt werden können. Heute sind in einem einzigen Produkt meist mehrere Technologien vereint. Entwicklungsstufen verlaufen deshalb nicht mehr linear, sondern parallel, oft an verschiedenen Orten. Silicon Graphics hat zusammen mit anderen Partnern die Initiative OpenDMU ins Leben gerufen, um eine integrative Plattform für unterschiedliche Technologien zur Verfügung zu stellen. Vor allem in der Automobilindustrie hat sich gezeigt, dass die Produktivität um so höher ist, je enger die für die Produktentwicklung verwendeten Informationssysteme miteinander gekoppelt werden können.
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