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Eine sich selbsterfüllende Prophezeiung ist die Realisierung - beabsichtigt oder unbeabsichtigt - und Intensivierung von getroffenen Aussagen. So können sich nicht nur Erfolgserwartungen, sondern auch Befürchtungen oder negative Szenarien wie das Y2K-Problem verstärken. Selbsterfüllende Prophezeiungen haben deshalb eine wirklichkeitserschaffende Macht. Man unterscheidet fünf Arten von "Self-fulfilling Prophecies", die sich allesamt beim Internet-Boom beobachten lassen:

1. Identitäts-Effekt:
Selbstverstärkung durch die Identifizierung der Aktionäre mit den Strategien der Unternehmens (Shareholder Value).

2. Joseph-Effekt:
In Gang gesetzte Trends setzen sich ohne Störungen über die Netze weiter fort (Megawachstum des Internet)

3. Procrustes-Effekt:
Erwartungen der User sind in den Rollen der Hightech-Manager begründet (Nachahmer von Netscape, Yahoo! und Ebay)

4. Placebo-Effekt:
Technologieerwartungen führen zu den gewünschten Ergebnissen (Technikeuphorie durch die New Economy).

5. Pygmalion-Effekt:
Die Erwartungen der Manager beeinflussen die Leistung der Netzteilnehmer (Panikmache während des Nasdaq-Crashes).
 

Matching Links:

Internet-Bubble
Klondike-Effekt
Nasdaq
 
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